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Dr. Write Ratgeber

Mit einer Lesematrix Literatur vergleichen statt nur sammeln

Du hast mehrere Texte gelesen, kannst dich aber kaum erinnern, welcher Autor welchen Punkt begründet? Eine Lesematrix hilft, deine Notizen nebeneinander zu betrachten. Dafür genügt eine Tabelle. Entscheidend sind Fragen, die für deine Arbeit relevant sind, und Einträge, die du später zur gelesenen Stelle zurückverfolgen kannst.

Die Matrix ist keine fertige Literaturübersicht für deine Abschlussarbeit. Sie dient als Zwischenstufe: Du vergleichst Aussagen, erkennst Unterschiede und entscheidest anschließend selbst, was du in deinem Text wie einordnest.

Beginne mit einer Vergleichsfrage

Schreibe über die Tabelle, was du beim Lesen klären möchtest. Ein Beispiel wäre: „Wie definieren die gelesenen Texte Lernunterstützung?“ Das ist enger als „Was steht in den Texten?“. Die Universität Wien beschreibt wissenschaftliches Lesen als Auseinandersetzung mit dem Forschungsstand und empfiehlt, das eigene Erkenntnisinteresse an einer Fragestellung auszurichten. Quelle: Universität Wien, wissenschaftliches Lesen.

Wenn deine Frage noch zu breit ist, arbeite zuerst an der Eingrenzung deiner Forschungsfrage. Eine zusätzliche Tabellenspalte löst keinen unklaren Untersuchungsgegenstand.

Wähle wenige brauchbare Spalten

Für einen ersten Vergleich kannst du diese Felder verwenden:

  • Quelle: eindeutige Kurzbezeichnung und vollständiger Literaturdatensatz.
  • Gegenstand: Worauf bezieht sich der Text konkret?
  • Relevante Aussage: Was trägt er zu deiner Vergleichsfrage bei?
  • Grundlage: Womit wird diese Aussage begründet?
  • Fundstelle: Seite oder andere genaue Position im gelesenen Dokument.
  • Grenzen und eigene Notiz: Was bleibt offen, und welche Frage ergibt sich für dich?

Passe die Felder deinem Fach an. Für einen Begriffsvergleich ist eine Definitionsspalte sinnvoll; bei empirischen Studien können untersuchte Gruppe und Erhebungsweg wichtiger sein. Leere Felder sind zunächst erlaubt. Trage „nicht geklärt“ ein, wenn du eine Information noch nicht geprüft hast.

Halte fremde Aussage und eigene Idee getrennt

Ein schematischer Eintrag könnte lauten: „Text A beschreibt Unterstützung als Rückmeldung zu einer Aufgabe; Fundstelle prüfen.“ Daneben steht in der eigenen Notiz: „Mit Anleitung vor der Aufgabe vergleichen.“ Diese Beispiele bezeichnen keine realen Publikationen. Sie zeigen, warum eine eigene Anschlussidee nicht unbemerkt zur Behauptung über eine Quelle werden sollte.

Markiere wörtlich übernommene Passagen bereits in deinen Notizen deutlich als Zitate. Auch eine sinngemäße Wiedergabe braucht später den passenden Beleg. Die Universität Wien erläutert diese Unterscheidung und die Funktion von Quellenangaben für die Nachprüfbarkeit. Quelle: Universität Wien, Belegen und Zitieren.

Lies die Matrix quer

Vergleiche nun eine Spalte über mehrere Zeilen hinweg. Verwenden die Texte denselben Begriff für unterschiedliche Dinge? Beruhen ähnliche Aussagen auf anderem Material? Eine Abweichung ist nicht sofort ein Widerspruch: Vielleicht werden verschiedene Gruppen, Zeiträume oder Ebenen betrachtet.

Notiere pro auffälligem Unterschied eine Frage, die du durch erneutes Lesen prüfen kannst. Statt „Die Autoren sind uneinig“ könnte deine Arbeitsnotiz heißen: „Prüfen, ob beide Texte individuelle Rückmeldung oder institutionelle Angebote meinen.“ So entsteht ein konkreter nächster Schritt.

Formuliere erst nach der Prüfung

Wähle einen begrenzten Vergleich und schreibe einen kurzen Absatz in eigenen Worten. Gehe anschließend zurück zu den Fundstellen: Stimmen Aussage, Reichweite und Beleg? Streiche Vergleiche, deren Grundlage du nicht erklären kannst. Für deinen nächsten Lesezyklus kannst du die offenen Fragen im Gratis-Abschlussarbeits-Fahrplan festhalten.

Die Ratgeber werden mit KI-Unterstützung erstellt und vor der Veröffentlichung redaktionell geprüft. Hochschulvorgaben haben Vorrang.

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